Individuelle Webentwicklung

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Bilder in Kommentaren mit WordPress

Bilder in Kommentaren mit WordPress

Es haben bestimmt schon einige von euch versucht, ein Bild in einen Kommentar einzbinden. Aber es funtkioniert nicht! Der Grund dafür ist: Die Ent­wick­ler von Word­Press haben die Blog­soft­ware so aus­ge­legt, daß sie mög­lichst sau­be­ren, vali­den (X)HTML –Code lie­fert und genau genom­men trauen sie dem Otto– Normal-​Blogger dies bezüglich nicht allzu viel zu.

Deshalb wurde z.B. für die Blogeinträge die Funtkion wpautop entwickelt, welche selbständig Absätze auszeichnet, was in der Praxis aber oftmals eher zu Fehlern anstatt zu validem Quelltext führt. Um diese Probleme zu umgehen, muß man auf Plugins, wie z.B. TextControl zurück greifen.

Etwas vergleichbares wie wpautop existiert auch für die Kommentare eines WordPress-​Blogs. Und zwar definiert das Array $allowedtags in der Datei wp-includes/kses.php, welche (X)HTML-Tags in Kommentaren zulässig sind. So sind vor allem Tags zur Textauszeichnung wie: blockquote, a, strong, em usw. erlaubt. Tags also, die wohl im Kommentaralltag am häufigsten Verwendung finden. image ist leider nicht darunter, vielleicht ist es grundsätzlich aber auch besser so.

Um nun aber doch die Option einzuräumen, Bilder in Kommentaren zu posten, muß also der image-​Tag ins vorgenannte Array aufgenommen werden. Anstatt aber jetzt die Datei kses.php zu editieren empfehle ich eine Updatesicher lösung. Dafür verwendet man die Datei my-hacks.php.

my-hacks.php freischalten und bearbeiten

Sofern noch nicht geschehen, muß zunächst die Nutzung der my-hacks.php ermöglicht werden, denn standardmäßig ist sie das nicht. Dazu ruft man im Admin-​Interface den Bereich Optionen – Verschiedenes auf und setzt bei „unterstütze veraltete my-hacks.php“ den Haken.

Da die Datei im Regelfall noch nicht existiert, erstellt man mit einem Text-editor seines Vertrauens eine neue Datei und füllt sie mit folgendem Inhalt:

 

< ?php 
$allowedtags = array (
'a' => array ('href' => array (), 'title' => array ()),
'abbr' => array ('title' => array ()),
'acronym' => array ('title' => array ()),
'b' => array (),
'blockquote' => array ('cite' => array ()),
'img' => array('src' => array(), 'alt' => array(),
'width' => array(), 'height' => array()),
// 'br' => array(), 'code' => array (),
// 'del' => array('datetime' => array()),
// 'dd' => array(),
// 'dl' => array(),
// 'dt' => array(),
'em' => array (), 'i' => array (),
// 'ins' => array('datetime' => array(), 'cite' => array()),
// 'li' => array(),
// 'ol' => array(),
// 'p' => array(),
// 'q' => array(),
'strike' => array (), 'strong' => array (),
// 'sub' => array(),
// 'sup' => array(),
// 'u' => array(),
// 'ul' => array(),
);
define('CUSTOM_TAGS', true); ?>

 

Wichtig ist, daß sich vor und hinter dem Code keine (Leer-​) Zeilen mehr befinden. Die Datei nun unter dem Namen my-hacks.php sichern und in das Hauptverzeichnis der WordPress-​Installation uploaden. Fertig.

Ab sofort kön­nen dann auch Bilder in Kommentaren gepostet werden, wobei es von Seiten des Blogbetreibers sicher sinnvoll ist, feste Werte für Breite und Höhe des Bildes anzugeben, da sonst wohl recht häufig das komplette Layout des Blogs zerschossen wird. Natürlich können anstelle des image-​Tags auch andere Befehle des (X)HTML-Spektrums freigeschaltet werden, jedoch sollte man dem Kommentierenden auch nicht alles ermöglichen, sonst hat man als Blogger nur noch mit dem Aufräumen des Quellcodes zu tun.

  • Quelle: jowra.com