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Button-Lösung: Änderungen, die Online-Händler erwarten

Neue Richtlinien für Online-Shops

Online-Shop-Betreiber müssen schnell reagieren: Im März 2012 wurde die sogenannte „Button-Lösung“ zum Schutz vor Kostenfallen im Internet von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Das zugehörige Gesetz tritt schon zum 1. August 2012 in Kraft und lässt Online-Shop-Betreibern somit wenig Zeit, Änderungen durchzuführen, die Sie vor einer eventuellen Abmahnung und ungültigen Verträgen schützen.

 

„Button-Lösung“ Änderungen, die Online-Händler erwarten

1. Informationspflichten vor Abschluss der Bestellung

Alle wesentlichen Informationen müssen unmittelbar bei der Abgabe der Bestellung angezeigt werden. Leider ist es nicht möglich pauschal zu beantworten, wie viele Angaben erforderlich sind, um die wesentlichen Vertragsinformationen ausreichend zu beschreiben. Es kommt auf das einzelne Produkt oder die konkret angebotene Dienstleistung an.

Folgende Hinweise müssen auf der Bestellseite erfolgen:

  • Wesentliche Merkmale der Ware oder der Dienstleistung
  • Mindestlaufzeit des Vertrages bei dauernden oder regelmäßig wiederkehrenden Leistungen
  • Gesamtpreis inkl. aller Preisbestandteile (Entgelte für Leistungen Dritter z.B. Flughafengebühren) und Steuern
  • Anfallende Liefer- und Versandkosten sowie Hinweise auf mögliche weitere Steuern oder Kosten (z.B. Zölle beim Auslandsversand)
  • Beispiel: Bei Bekleidungsartikeln sind regelmäßig die folgenden Angaben wesentlich: Material, gewählte Farbe, gewähltes Modell / Schnitt, gewählte Größe, Waschbarkeit, bei Mehrfachpackungen entsprechend die Beschreibung der einzelnen Teile.

Folgende Gestaltungen sind unzulässig:

  • Anzeige der wesentlichen Informationen auf einer gesonderten Seite über einen Link, der von der Bestellseite aufgerufen werden kann oder die Möglichkeit per Download die Informationen zur Verfügung zu stellen.
  • Die wesentlichen Informationen und der Bestell-Button werden durch optisch trennend wirkende Gestaltungselemente auseinandergerissen, sodass für den Verbraucher der Eindruck entsteht, zwischen den wesentlichen Informationen und dem Bestell-Button bestünde kein innerer sachlicher Zusammenhang.
  • Die wesentlichen Informationen und der Bestell-Button werden auf der Bestellseite so weit voneinander entfernt angezeigt, dass der Verbraucher sie bei Nutzung einer üblichen Bildschirmdiagonale nicht gleichzeitig sehen kann, sondern erst herunterscrollen muss, um das ganze Bild zu erhalten.

2. Klare und verständliche Mitteilung der Informationen in hervorgehobener Weise

Es ist darauf zu achten, dass sich die wesentlichen Informationen unübersehbar vom übrigen Text und sonstigen Gestaltungselementen abheben müssen. Verwenden Sie eine einfache und klar verständliche Sprache.

Die Vertragsinformationen sollten sich durch drucktechnische, farbliche oder anderweitige Formatierungen vom übrigen Text abheben. Wählen Sie eine gut wahrnehmbare Schriftgröße, -art und –farbe und verwenden Sie keine verwirrenden oder ablenkenden Zusätze.

3. Eindeutige Bezeichnung des Bestell-Buttons

Der Bestellablauf ist so zu gestalten, dass der Verbraucher mit seiner Bestellung ausdrücklich bestätigt, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet.

4. Umsetzung auf Verkaufsplattformen

Die neuen Anforderungen der Button-Lösung sind nicht nur auf Online-Shops beschränkt, sondern gelten gleichermaßen für Verkaufsplattformen wie z.B. eBay und Amazon. Laut des Änderungsgesetzesentwurfes sind Formulierungen auf der Bestellseite wie „Gebot“ abgeben“ oder „Gebot bestätigen“ ausreichend.

Jedoch müssen Plattform-Betreiber künftig ggf. Ihre Bestellseiten überarbeiten, dass in unmittelbarer zeitlicher und räumlicher Nähe zum Bestell-Button die wesentlichen Vertragsinformationen angezeigt werden.

 

Was habt Ihr für eine Meinung über die neue Richtlinie?

  • haendlerbund.de