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Das Geheimnis der Google Sitelinks

Das Geheimnis der Google Sitelinks

Jeder Benutzer hat sie unzählige Male gesehen, und dennoch sind sie „ein Buch mit sieben Siegeln“. Gemeint sind die Google SiteLinks, die bei manchen Suchergebnissen unterhalb einer Fundstelle auftauchen. Woher kommen sie? Was nützen sie? Und wie verdient man sie sich?

Angesichts der Firmenpolitik von Google ist allgemeines Unwissen nicht weiter verwunderlich. Das amerikanische Unternehmen hat bisher nur wenig Informationen über Sitelinks herausgegeben und hinterlässt unter den Seitenbetreibern offene Fragen.

Die Verlinkungen sind bei manchen Suchergebnissen unterhalb der Webadresse zu finden (siehe Umrandung auf dem Screenshot). In den meisten Fällen treten sie bei dem ersten Suchergebnis auf, lange Zeit war ein vorderstes Ranking sogar eine Voraussetzung für Sitelinks, mittlerweile findet man sie aber auch auf einer hinteren Position. Sinn und Zweck dieser Verlinkungen ist eine Vereinfachung bei der Navigation auf der Webseite. Die Sitelinks führen direkt zu Unterseiten, so dass sich der Nutzer zu dem gewünschten Themengebiet weiterleiten lassen kann.

 

Google Site Links

 

Leider aber können die Seitenbetreiber nicht selber entscheiden, ob und wie viele solcher Verlinkungen sie erhalten. In der deutschen Erläuterung von Google heißt es „Wir zeigen Sitelinks lediglich für Suchergebnisse an, wenn wir sie als hilfreich für den Nutzer erachten.“ ( Quelle) Anders als bei den Google Adwords besteht also nicht die Möglichkeit, sich solche Verlinkungen zu kaufen. Nicht einmal die Mitarbeiter von Google nehmen einen manuellen Einfluss darauf. Stattdessen unterliegt es einem automatischen Prozess. Hierzu heißt es in der Erläuterung: „Unsere Systeme analysieren die Link-Struktur Ihrer Webseite. So werden Wege gefunden, durch die Nutzer Zeit sparen und schnell die gewünschten Informationen finden.“

Angezeigt werden die Verlinkungen jedoch nur, wenn mindestens drei Sitelinks vorhanden sind. Sollte Google also nur ein oder zwei „hilfreiche“ Sitelinks gefunden haben, werden diese nicht angezeigt. Auf der anderen Seite aber lassen sich auch nicht unendlich viele Links anzeigen. Die Begrenzung liegt derzeit bei acht Sitelinks. Und das nicht einmal bei jedem Keywort: Suchen wir nach der Seite www.computerbase.de mit dem Suchwort „Computerbase“, werden acht Sitelinks angezeigt (siehe obere Hälfte des Bildes). Suchen wir hingegen zum Beispiel mit dem Begriff „Computer News“, erscheint kein einziger Sitelink (siehe untere Hälfte des Bildes)

 

Google Site Links

 

Google Site Links

 

Wie bekomme ich Sitelinks?

Möchte man die eigene Webseite mit Sitelinks versehen, steht man einer Herausforderung gegenüber. Schließlich lassen sie sich nicht erwerben. Also müssen wir dafür sorgen, dass Google auf unserer Webseite Sitelinks für angebracht hält. Doch wie ist das zu schaffen? Viele Theorien existieren darüber. So lange es keine klare Stellungsnahme von Google dazu gibt, wird sich daran wohl nichts ändern.

Nicht zu bezweifeln ist, dass nur eine Website mit hohem Besucheraufkommen Sitelinks erhält. Schließlich entdeckt man solche Verlinkungen meist auf populären Webseiten. So entsteht ein logischer Zusammenhang zwischen dem Beschaffen von Sitelinks und der gewöhnlichen Suchmaschinenoptimierung: Nur wenn die Suchmaschinenoptimierung zu einem hohen Besucheraufkommen führt, sind Sitelinks wahrscheinlich. Die üblichen SEO-Tricks sind dabei durchaus erfolgversprechend. Befinden sich Links am Anfang des Source-Codes, steigen die Chancen auf Sitelinks. Ebenso wie bei der einheitlichen Verwendung eines Schlüsselwortes im Linktext.

Einen weiteren Einfluss hat die innere Architektur der Webseite. Schließlich ist es das Ziel von Google, den Benutzern per Sitelinks einen Zeitgewinn zu verschaffen. Über je mehr Unterseiten beziehungsweise Kategorien die Webseite verfügt, desto wahrscheinlicher sollten Sitelinks sein. Es zeigt sich, dass die Sitelinks meist zu deutlich unterschiedlichen Unterseiten verweisen. Als Beispiel nehmen wir noch einmal den Screenshot von Computerbase. Die acht Sitelinks verweisen nicht etwa zu acht unterschiedlichen Produktkategorien sondern zu acht (größtenteils) verschiedenen Inhalten.

Die Chance auf Sitelinks scheint zudem noch durch mangelndem Wettbewerb begünstigt zu werden. Diese Theorie geistert durch das Internet und wird durch unser Beispiel mit der Seite www.computerbase.de gestützt. Bei der Suchanfrage mit dem 2 Worten „Computer News“ erhielt Computerbase keine Sitelinks. Grund dürfte mitunter sein, das es bei diesem Wort eine unglaubliche Anzahl an Mitbewerbern gibt. Bei dem Suchwort „Computerbase“ gibt es hingegen nur sehr wenig Konkurrenz.

Weitere Theorien besagen, dass die Autorität der Domain, die Stärke der Marke und der textliche Inhalt einen Einfluss auf die Sitelinks hat.

Wie blockiere ich Sitelinks?

Manche Leute möchten Sitelinks erhalten, die anderen wollen sie hingegen löschen. Auch Letzteres ist verständlich. Da sich keinen direkten Einfluss auf die Sitelinks nehmen lässt, können die Verlinkungen auch mal die falschen sein. Glücklicherweise aber gibt es die Möglichkeit einer Blockierung. Sofern die Inhaberschaft der Webseite bestätigt ist, geht man folgendermaßen vor:

  1. Wir rufen die Startseite des Webmaster-Tools auf.
  2. Unter „Webseiten Konfiguration“ finden wir „Sitelinks“. Nach dem Klick erscheint unsere Sitelink-Liste
  3. Hinter jedem Sitelink ist der Button „Blockieren“ zu finden, den wir nun bei Bedarf betätigen können

Selbstverständlich lässt sich eine solche Blockierung zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder aufheben. So oder so dauert es aber eine Weile, bis die Aktualisierung abgeschlossen und somit sichtbar ist.

Nach der Blockierung fehlt ein Sitelink und steht nicht mehr zur Verfügung. Aber keine Sorge, Google füllt die entstandene Lücke nach einigen Wochen wieder.

Als Seitenbetreiber sollte man seine Sitelinks gelegentlich überprüfen. Die Verlinkungen sind nicht immer aktuell und können durchaus auf Unterseiten verweisen, die schon längst nicht mehr existieren.

 

  • Quelle: drweb.de